Artikel vom: 26. Mai 2007
Vor Wochen habe ich im Blog von Robert Basic über ein Web 2.0 Projekt aus Österreich. Als Auslandsösterreicher hat es mich gefreut dass endlich einmal etwas innovatives aus Österreich kommt. Ich habe mir die Seite angesehen und ja sieht sehr nach Web 2.0 aus. D.h. User dürfen fleißig die Arbeit machen, also Bilder hochladen, Texte schreiben und die Plattform-Betreiber sind dann die großen Profiteure von der erbrachten Leistung der Community. (Nebenbei erwähnt finde ich den Ausdruck Web W€B 2.0 zum Kotzen…)
Meinen Senf zum Thema wollte ich damals schon abgeben, aber wie es so oft im Leben ist, ich kam nicht dazu. Mittlerweile bin ich sogar froh nicht gleich darüber geschrieben zu haben. Berauscht von der Nachricht dass in Österreich was Neues, Frisches (ähhh klingt nach Bääzättööhh-Pressemeldung) online gesetzt wurde, hätte ich wohl einige Dinge zu rosarot gesehen.
Nun aber zu den Fakten. Jetzt verstehe ich auch den Kommentar von Martin Schobert, Mitarbeiter der Österreich-Werbung zu meinem Blogartikel: “Die Blogversuche der Österreich-Werbung“:
Social Networking und web 2.0 ist da ein ganz großes Thema, corporate blogs wie unser Kulinarisch Reisen – Blog nur einer von mehreren unterschiedlichen Versuchen herauszufinden, welche Relevanz web 2.0 und user generated content künftig für Tourismusmarketing haben wird.
Denn hinter CoolAustria steht die Österreich-Werbung (auch wenn es nur als strategische Kooperation deklariert wird), siehe Interview von Martin Gratzer (Österreich-Werbung) im Blog FastenYourSeatbelts.at. Vom Prinzip her kann ich die Motive der Österreich-Werbung verstehen. Anscheinend wird das Konzept aber in der Blogosphäre nicht verstanden.
Die Meinungen zu der Plattform CoolAustria sind nicht schmeichelhaft. Klar den Bloggern kann man es nie recht machen, werden jetzt Blogkritiker argumentieren. Aber liebe Kritiker, das blöde an Bloggern ist, dass sie nicht alles 1:1 übernehmen und bejubeln, sondern vieles kritisch hinterfragen.
Und beim Projekt der Österreich-Werbung CoolAustria stoßen vor allem die AGB´s auf. Hier nachzulesen und hier.
Weitere Kommentare aus der Blogwelt zu CoolAustria:
Helges Blog
FastenYourSeatbelts
Der Link zur Presseaussendung zur Österreich-Werbung.
Ob das Projekt langfristig überleben wird? Schwer zu sagen. Nur als Marktforschungsfeld für die österreichische Tourismuslobby zu dienen ist zu wenig. Des weiteren werden fleißige User benötigt. Und eine Studie über das Nutzer-Verhalten auf YouTube dürfte da sehr ernüchternd für die Betreiber von coolAustria.com ausfallen. Nur 5 % der User stellen auf YouTube Videos online. Es bleibt abzuwarten. Nur mich überzeugt das Angebot nicht. Und von Suchmaschinenmarketing scheinen die Betreiber auch nichts zu verstehen, werde jetzt aber keine Gratisratschläge in Online-Marketing erteilen…
[...] (siehe hier, hier, hier, hier, hier, etc.) hat zwar immer noch nicht auf meine Anfrage (siehe hier) geantwortet, dafür [...]