Artikel vom: 2. Februar 2008
In der Hauptstadt des Tschad, in N’Djamena ist heute zu heftigen Zusammenstößen zwischen Regierungstruppen und Rebellen gekommen. Zurzeit sind 15 österreichische Soldaten als Vorkommando im Tschad stationiert. Insgesamt sollten 160 Österreicher im Rahmen eines EU-Kontingentes Hilfsmaßnahmen in Flüchtlingslagern an der Grenze zwischen Tschad und Sudan leisten.

EUFOR-Einsatz des österreichische Bundesheeres vorerst gestoppt Foto: Bundesheer
Berichten der Tageszeitung „Österreich“ soll es auch in der Umgebung des Hotels der rotweißroten Soldaten zu Kampfhandlungen gekommen sein. “Kurz vor 19 Uhr haben die Rebellen erstmals versucht, das Hotel Kempinski, in dem sich die österreichischen Soldaten befinden, anzugreifen. Ein Rebell versuchte mit Maschinengewehr in die Hotel-Lobby vorzudringen, wurde von den Hotelangestellten und den Soldaten abgewehrt. Derzeit gruppieren sich die Rebellen rund um das Hotel. Im benachbarten Hotel Le Meridien sind Rebellen bereits im Hotel eingedrungen, dort haben sich Auslands-Franzosen gerade für die Evakuierung versammelt”, berichtet „Österreich“.
Verteidigungsminister Darabos (SPÖ) hat bereits angekündigt das Vorkommando ausfliegen zu lassen, sofern sich die Lage vor Ort nicht bessert. Vorerst sollen auch keine weiteren Soldaten ins Einsatzgebiet geflogen werden. Heftige Kritik und Rücktrittsforderungen gibt es seitens der Freiheitlichen Partei und des BZÖ.
Die Schweiz und andere Länder haben bereits mit Vorbereitung zur Evakuierung der Staatsangehörigen begonnen. Laut Informationen des österreichischen Außenministeriums sind keine Auslandsösterreicher im Tschad wohnhaft.
NACHTRAG:
Das Bundesheer sieht zurzeit keinen Bedarf das Vorkommando aus dem Tschad zurückzufliegen!
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