Geldanlage in Österreich

Artikel vom: 8. Dezember 2009


Wer auf eine Geldanlage in Österreich baut, sollte sich vorher genau überlegen, warum er dies tun möchte, denn dies macht nur Sinn, wenn dabei auch Vorteile herauskommen. In Bezug auf die Steuern hat sich das Bild leider stark gewandelt, denn hier sind mit einer Geldanlage in Österreich beispielsweise kaum noch Vorzüge erkennbar, wobei auch die Rendite nicht unbedingt merklich höher ausfällt. Da jedoch trotzdem noch relativ viele deutsche Anleger eine Geldanlage in Österreich nutzen, wird diese nun etwas genauer vorgestellt, um die Vor- und Nachteile einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Eine Geldanlage in Österreich lohnt sich wegen dem Datenschutz

Ein großer Vorteil der Geldanlage in Österreich besteht nach wie vor darin, dass der deutsche Fiskus keinen Zugriff auf die Daten ausländischer Banken hat. In Deutschland wurde dies durch bestimmte Gesetze in der nahen Vergangenheit merklich verändert, so dass Finanzbeamte mittlerweile das Recht haben, alle Konten eines Steuerpflichtigen in Deutschland einzusehen und so zu erfahren, wo dieser überall Geld angelegt hat. Eine Geldanlage in Österreich bietet also einen wirksamen Schutz gegen solcherlei Maßnahmen, schützt jedoch nicht vor der Besteuerung, denn in Österreich wird eine sogenannte Quellensteuer erhoben und direkt an den deutschen Fiskus abgeführt, wobei dies im Ganzen geschieht, so dass die Zahler anonym bleiben. Da diese Steuer jedoch kaum noch unterhalb der Abgeltungssteuer in Deutschland von 25% liegt, macht eine Geldanlage in Österreich rein steuerlich kaum einen Sinn.

In Bezug auf die Rendite lassen sich kaum Unterschiede feststellen

Wer hingegen eine Geldanlage in Österreich wegen der Rendite nutzen möchte, wird dabei enttäuscht, denn die Unterschiede sind äußerst marginal. Vor allem bei Zinseinlagen wie Tagesgeld oder Festgeld gibt es kaum Unterschiede, die einen Wechsel ins Ausland rechtfertigen würden. Natürlich sind hin und wieder bestimmte Schwankungen zu verzeichnen, jedoch reicht dies nicht aus, um wegen der Rendite eine Geldanlage in Österreich zu empfehlen.

Eine Geldanlage in Österreich ist Geschmacksache

Da eine Geldanlage in Österreich renditetechnisch und auch steuerlich kaum mehr von einem Investment in Deutschland zu unterscheiden ist, lohnt sich dieser Schritt wirklich nur noch für Anleger, die sich nicht gerne vom deutschen Fiskus in die Karten schauen lassen möchten. Wenn Sie also den Zugriff der deutschen Behörden auf ihre Anlagedaten vermeiden möchten, ist eine Geldanlage in Österreich für sie durchaus interessant. In Bezug auf andere Merkmale sind jedoch kaum Unterschiede zu verzeichnen, zumal einige Banken sogar mit sehr ähnlichen Angeboten auf beiden Märkten vertreten sind.

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