Artikel vom: 31. Oktober 2009
Der 28. August 2009 war ein herrlicher Sommertag. Wie so viele andere Kinder auch, wollte sich der 11-jährige Paul aus Graz bei einem Bad im Millstädtersee ein wenig erfrischen. Als der Junge unterhalb des Sprungturmes schwamm, sprang ihm ein 14-jähriger auf den Kopf. Paul wurde sofort bewusstlos und sank sieben Meter tief auf den Grund des Sees.
Erst nach einer halben Stunde konnte der Junge geborgen und wiederbelebt werden. Das alleine war schon ein kleines Wunder, doch jetzt ist Paul aus dem Koma erwacht. Und das ist für die Ärzte das weitaus größere Wunder. Die Ärzte des Landeskrankenhauses in Klagenfurt hatten Paul unmittelbar nach seinem Unfall nur eine sehr geringe Überlebenschance gegeben, denn die 30 Minuten ohne Sauerstoff sind normalerweise tödlich.
Aber selbst wenn Paul überleben sollte, dann würde er sehr wahrscheinlich schwerste Hirnschädigungen davon tragen. Wochenlang lag der kleine Junge auf der Intensivstation im Koma. Tag und Nacht saß seine Mutter an seinem Bett, immer in der Hoffnung, dass Paul ein Lebenszeichen von sich geben würde. Keine Minute hatte die Mutter ihren Sohn alleine gelassen.
Nach Ansicht der Ärzte ist das einer der Gründe warum es jetzt zu einer medizinischen Sensation kam, denn Paul schlug die Augen auf. Er habe geweint und seine ersten Worte gesprochen, sagten die Ärzte, für die Paul ein wahres Wunderkind ist. Ein anderer Grund für das Erwachen aus dem Koma ist, dass Paul bei seinem Unfall sofort bewusstlos wurde und unterging, denn so hatte das Gehirn weniger Sauerstoff verbraucht.
Jetzt ist der Junge wieder zu hause in Graz und muss dort in einer Rehabilitationsklinik das Laufen wieder neu erlernen. Und er macht riesige Vorschritte, denn er möchte so schnell wie möglich wieder heim zu seiner Familie. Paul wird nach Ansicht seiner behandelnden Ärzte wieder ein ganz gesunder Junge werden.
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