Schweinegrippe in Österreich

Artikel vom: 28. Oktober 2009


Am heutigen Dienstag hat in Österreich die größte Massenimpfung in der Geschichte des Landes begonnen. Zunächst werden alle Personen die am meisten gefährdet sind, gegen die Schweinegrippe geimpft. Dazu gehören unter anderem alle die in der Kranken- und Altenpflege tätig sind, sowie Polizeibeamte, Notärzte und Feuerwehrleute. Zu dieser Gruppe gehören auch alle chronisch kranken Menschen. Ab Mitte der Woche beginnen die Impfungen für die gesamte Bevölkerung in allen österreichischen Bundesländern.

schweinegrippeWie gefährlich die Schweinegrippe sein kann, zeigt aktuell der Fall eines Mädchens aus Südtirol. Die 11-jährige war daheim in Bozen von ihren Eltern zum Hausarzt gebracht worden, weil sie grippeähnliche Symptome zeigte und Atembeschwerden hatte. Der Hausarzt überwies das Kind in ein Krankenhaus in Bozen. Schnell wurde klar, dass dem Mädchen mit einer herkömmlichen Behandlung und normalem Sauerstoff nicht geholfen werden konnte und sie wurde in die Universitätsklinik nach Innsbruck verlegt. Dort wurde anhand eines Bluttests das gefährliche H1N1 Virus nachgewiesen, welches als Erreger der Schweinegrippe gilt.

In der Universitätsklinik in Innsbruck verschlechterte sich der Zustand des Kindes so dramatisch, dass es in der Folge auf Grund eines Lungenversagens an die Herz/Lungenmaschine angeschlossen werden musste.

Zurzeit bezeichnen die Ärzte der Intensivstation des Kinderzentrums der Universitätsklinik Innsbruck den Zustand der 11-jährigen als äußerst kritisch und lebensbedrohend. Das Kind ringe mit dem Tod, so die Aussage eines Kliniksprechers. Die Ärzte haben nun die Hoffnung, dass sich der Zustand durch den Einsatz der Herz/Lungenmaschine wieder stabilisiert.

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