Artikel vom: 28. Oktober 2009
Australien kann nicht so weit weg sein, das mag sich am Sonntagmorgen gegen 6°° Uhr ein Autofahrer gedacht haben der von Villach aus auf dem Weg nach Hermagor war. Mitten auf der Gailtalstraße (B111), in Höhe der Ortschaft St. Stefan/Gail sprang dem Mann ein ausgewachsenes Känguru vor den Wagen. Der Beamte konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und prallte mit dem Beuteltier zusammen.
Während am Wagen des 46-jährigen aus Hermagor nur ein Sachschaden entstand, musste das Känguru den Zusammenstoß mit dem Leben bezahlen, es verendete noch am Unfallort. Kängurus sind von Natur aus sehr neugierige Tiere. Diese Neugier wurde auch dem Känguru aus der Familie der Bennett-Kängurus zum Verhängnis. Wie sich im Nachhinein herausstellte, war das Känguru aus einem nahe gelegenen Privatgehege ausgebrochen. Familie Hauck der das Privatgehege gehört, hatte erst kurz zuvor zwei Kängurus aus Deutschland bekommen, die die neue Attraktion des kleinen Privatzoos darstellen sollten. Vermutlich war Clyde, das männliche Känguru, durch ein Loch im Zaun ausgerissen. Seine Partnerin Bonnie, die ein Junges im Beutel trägt, war offensichtlich zu dick um ebenfalls durch das Loch zu klettern, was ihr vermutlich das Leben rettete.
Familie Hauck die seit Jahren erfolgreich eine Straußenfarm betreibt, hatte schon damit begonnen die Umgebung nach Clyde abzusuchen, aber die Suche eingestellt als es dunkel wurde. Nach Ansicht von Experten ist es sehr schwierig ein Känguru wieder einzufangen, da die Beuteltiere sehr schnell zu Fuß sind. Um Clyde eine letzte Ehre zu erweisen, hat Familie Hauck beschlossen Clyde präparieren zu lassen.
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