Artikel vom: 25. Oktober 2009
Es geht um ein besseres Bildungsangebot, Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen. Studenten der Universität Wien halten das Auditorium Maximum, den größten Hörsaal der Universität seit Stunden besetzt. In der Nacht hatten über 250 Studenten der Hochschule dort ausgeharrt um für ihre Rechte zu kämpfen.
Momentan befinden sich noch immer 100 Studenten im Audimax der Uni Wien. Der Protest, der in der Akademie der Bildenden Künste begann, richtet sich vor allem gegen die Pläne der Regierung in Österreich Studiengebühren einzuführen, wie sie zum Beispiel auch in Deutschland üblich sind. Es geht aber auch um Zugangsbeschränkungen für einzelne Studienfächer, die wieder eingeführt werden sollen um zu verhindern, dass die Hörsäle noch voller sind, als das jetzt bereits der Fall ist. Die Hörsäle an der Universität Wien sind permanent überfüllt.
Es gibt in diesem Jahr bereits 15 % mehr Studenten als im vorigen Jahr. Nach Auffassung von Wissenschaftsminister Johannes Hahn sind die Zustände an der Wiener Universität unhaltbar geworden. Seiner Ansicht nach werde man nicht mehr darum herum kommen, in der Zukunft Studiengebühren zu verlangen und Zugangsbeschränkungen für verschiedene Fakultäten einzuführen.
Momentan, so der Minister, sei dies allerdings noch kein relevantes Thema. Die Rektoren der Universität Wien sehen das etwas anders. Sie möchten mehr Kapazitäten haben, damit einzelne Lehrveranstaltungen ausgeweitet werden können, dies würde letztendlich die Warteschlangen vor den Hörsälen verkürzen. Erst wenn auch diese Maßnahmen nicht den erhofften Erfolg bringen, müsste man über andere Optionen wie etwa Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren nachdenken.
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