Artikel vom: 21. Oktober 2009
Die Bürger der Marktgemeinde Perchtoldsdorf in Niederösterreich gehen auf die Barrikaden. Der Grund ist der geplante Neubau eines Supermarktes.
Aufregung in der Donauwörthstraße im beschaulichen Perchtoldsdorf. Die Gemeinde möchte auf einem leer stehenden Grundstück einen Supermarkt errichten lassen und das passt den Anrainern so gar nicht. Sie befürchten Dreck, Gestank, Autoabgase und jede Menge Lärm durch Menschen und Autos. Stattdessen möchten die Anwohner dort lieber Ein- und Zweifamilienhäuser für Familien. Jetzt wehren sie sich gegen den geplanten Neubau. Die Gemeinde sieht sich allerdings im Recht, denn bei einer Verkaufsfläche von rund 1000 qm gilt der neue Supermarkt als Nachversorger. Von Rechtswegen haben die Proteste der Anwohner daher sehr wenige Chancen auf Erfolg. Aber die eigens ins Leben gerufene Bürgerliste hat noch einen, wenn auch kleinen Trumpf im Ärmel und der heißt: Baufluchtlinie.
Auf dem hinteren Teil des 3000 qm großen Grundstücks gibt es eine so genannte Baufluchtlinie. Nach Ansicht der Anrainer darf die Gemeinde dort keine Abstellflächen für KFZ Fahrzeuge bereitstellen. Wenn aber Waren für den geplanten neuen Supermarkt geliefert werden, dann müssten die Lkws genau dort halten und dies wiederum verstößt nach Auffassung der Bürger gegen die gültigen Bauvorschriften.
Noch vor den in Kürze stattfindenden Bauverhandlungen appellieren die Bürger von Perchtoldsdorf an ihren Bürgermeister das geplante Bauvorhaben noch einmal zu überdenken, denn sie fürchten um eine Einbuße der Lebensqualität im idyllischen Perchtoldsdorf.
Der Bürgermeister war zu keiner Stellungnahme seinerseits bereit, da es sich um ein schwebendes Verfahren handelt.
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