Vermeintliche Räuber lösten Großalarm aus

Artikel vom: 18. Oktober 2009


Um 10.53 Uhr wurde der Lokführer eines Personenzuges der von Telfs in Tirol in Richtung Rosenheim unterwegs war, von einem Fahrgast darüber informiert, dass einige Personen die anderen Fahrgäste belästigen und sogar bedrohen würden.

zugDer Lokführer reagierte sofort und verständigte über Funk  das Notfallmanagement der ÖBB. Von dort aus wurde umgehend die Polizei informiert und die Leitstelle stellte alle Signale vor dem Bahnhof Fritzens/Wattens sofort auf Rot. Erst nach dem mehrere Streifen dort Posten bezogen hatten, durfte der Zug in den Bahnhof einfahren.

Bei der anschließenden Untersuchung des Zuges stellte sich allerdings heraus, dass es sich bei den vermeintlichen Räubern nur um eine Gruppe von rumänischen Bettlern handelte. Die 13 Personen hatten alle gültige Fahrscheine und es wurden weder irgendwelches Diebesgut noch Waffen gefunden. Sie trugen lediglich einen eingeschweißten Zettel mit sich, auf dem stand dass eine kinderreiche arme Familie um eine Spende bittet.

Die Rumänen waren den Fahrgästen aufgefallen, weil sie ständig hin- und hergelaufen waren und sich auffällig umgesehen hatten. Einige Passagiere befürchteten daraufhin überfallen oder bestohlen zu werden.

Trotz aller Aufregung lobten ÖBB und Polizei das umsichtige und couragierte Verhalten der Fahrgäste.

Foto: © Graas Media – Fotolia.com

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