Bilder des Bösen

Artikel vom: 18. Oktober 2009


Das Unheimliche, nicht Erklärbare, die namenlose Angst und der Tod, das alles sind Motive mit denen der norwegische Maler Edvard Munch arbeitete. Er malte die Bilder seiner Fantasie auf Leinwand und noch heute betrachten Menschen diese Abgründe der menschlichen Seele mit einer Mischung aus Neugier, Faszination und Grauen.

grab30 der bekanntesten Bilder von Edvard Munch sind jetzt in der Herbstausstellung des Leopold Museum in Wien zu sehen. Es sind Bilder die beunruhigen, ängstigen und doch sind sie von einer einzigartigen Schönheit. „Pubertät“, „Das kranke Mädchen“, „Angst“ und „Madonna“, dies sind nur einige der Bilder von Edvard Munch die den Besucher erwarten. Alle Gemälde des Norwegers haben eines gemeinsam: sie bestechen den Betrachter durch ihre unheimlichen Komponenten. Sie sind unrealistisch und doch beklemmend echt, drastisch und doch seltsam leise. Munch entführt die Betrachter seiner Bilder in eine Welt der Albträume, er weckt menschliche Urängste und zeigt die Schattenseiten des Lebens. Wie schon Albrecht Dürers berühmtes Gemälde „Ritter, Tod und Teufel“ oder die Fantasien des Hieronymus Bosch, so versteht es auch Munch durch Abbildungen von Tod, Hölle und Okkultem seine Betrachter zu fesseln. Es gibt Treppen die scheinbar ins Nichts führen, Menschen mit angstverzerrten Gesichtern die Fratzen ähneln und dunkle Wasseroberflächen, hinter denen sich nichts Gutes verbirgt.
Neben den Bildern von Edvard Munch, die eine Leihgabe des Munch Museums in Oslo sind, zeigt das Leopold Museum auch Werke des Belgischen Malers James Ensor, Gemälde von Arnold Böcklin und Gustave Morau. Nicht zu sehen ist leider Munchs berühmtestes Bild „Der Schrei“. Das Gemälde ist nach dem Raub aus dem Munch Museum in Oslo noch zu schwer beschädigt. Die Ausstellung: „Edvard Munch und das Unheimliche“ ist ab heute, Freitag den 16. Oktober bis zum 8. Januar 2010 im Leopold Museum Wien zu sehen. Die Ausstellung ist täglich außer Dienstags von 10°° Uhr bis 18°° Uhr geöffnet und zusätzlich am Donnertag bis 21°° Uhr.

Foto: © drizzd – Fotolia.com

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