Artikel vom: 14. Oktober 2009
Ein musikalisches Meisterwerk der besonderen Art findet am 26.Oktober 2009 im Linzer Mariendom statt. 1000 Musikern und Sänger, zwei Organisten und ein Dirigent werden dort Anton Bruckners „Te Deum“ aufführen.
Das „Te Deum“ in C-Dur gilt als das bedeutendste Werk der Chormusik und Anton Bruckner selbst bezeichnete es als den Höhepunkt seines Schaffens und den „Stolz seines Lebens“. Geschrieben wurde das „Te Deum“ 1881 und zwei Jahre später vollendete der Komponist sein Werk, dessen Ursprünge auf das dritte und vierte Jahrhundert zurückgehen. Uraufgeführt wurde das Meisterwerk 1886 in Wien und bis heute hat das „Te Deum“ nichts von seinem Zauber verloren. Aus diesem Grundgedanken heraus hatte der Linzer Domkapellmeister Josef Habringer die Idee, Bruckners Werk am Nationalfeiertag und anlässlich von Linz09 im Mariendom aufzuführen. Zu diesem Anlass wurde das Domorchester vergrößert und mehrere Chöre aus Oberösterreich zusammen gebracht. Als Solisten sind Ursula Langmayr, Christa Ratzenböck, Kurt Azesberger und Reinhard Mayr zu hören. An der Orgel werden Rudolf Jungwirth und Wolfgang Kreuzhuber sitzen.
Das „Te Deum“ ist aber nicht nur eine große musikalische Herausforderung, sondern auch logistisch haben die Veranstalter einiges vor sich. So muss zum Beispiel die Generalprobe im völlig leeren Dom stattfinden, denn die Nachhallzeit ist dann eine andere, als wenn der Dom mit mehreren tausend Menschen vollbesetzt ist. Zudem musste eine Notbeleuchtung installiert werden und es gibt neue Fluchtwege falls der Dom schnell geräumt werden muss. Ein weiteres Problem stellt die Positionierung der 1000 Musiker und Sänger dar, denn sie müssen von ihrem Platz aus immer Blickkontakt mit dem Dirigenten halten können.
Da viele Besucher erwartet werden die nicht alle im Mariendom Platz finden, wird das Konzert auch nach draußen übertragen. Wer aber lieber im Dom einen kostenlosen Stehplatz haben möchte, der kann sich beim Domcenter Linz und bei den Diözesen Wien, Salzburg und St. Pölten um Karten bemühen.
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