Mehr Sicherheit in Wiener U-Bahn

Artikel vom: 19. September 2009


Die Wiener können wieder mit einem sicheren Gefühl U-Bahn fahren. Dafür sorgen 80 bis 120 Beamte der Wiener Polizei, die seit dem 2. September in Uniform und Zivil beruflich mit der U-Bahn unterwegs sind.

Es waren besonders die Drogendelikte, die der Wiener Polizei im Zusammenhang mit der U-Bahn immer mehr zu schaffen gemacht haben. Der Handel und auch der Konsum beschränkten sich nicht nur auf die Bahnhöfe, sondern wurden auch massiv in die einzelnen U-Bahnen verlagert.

u-bahnUm dem Einhalt zu gebieten, entschloss sich die Wiener Polizei Beamte abzustellen, die in Uniform Präsenz zeigen und unauffällig in Zivil operieren sollen. Die Aktion wurde ein großer Erfolg. In nur zwei Wochen gelang es den Beamten 144 Festnahmen durchzuführen. Wie Oberstleutnant Werner Granig jetzt auf einer Pressekonferenz mitteilte, handelt es sich bei einem Drittel der Fälle um Drogendelikte, 23 Personen wurden festgenommen weil sie keine gültigen Papiere vorweisen konnten. Wie sich bei einer näheren Untersuchung herausstellte, waren alle 23 Personen illegal in Österreich. Sieben Personen wurden festgenommen, gegen die ein Haftbefehl vorlag, wobei einer der Festgenommenen schon seit 2001 mit Haftbefehl gesucht wurde.

Neben Drogen und Betäubungsmitteln wurden auch diverse gefährliche Waffen, wie Schlagstöcke, Schlagringe und Totschläger sicher gestellt. Auch einen spektakulären Fall konnten die „U-Bahn Cops“ aufklären. Zwei mutmaßliche Räuber, die zuvor am Alsergrund ein Juweliergeschäft ausgeraubt und einen der Angestellten niedergeschlagen hatten, wurden kurz darauf von der Polizei in der U-Bahn dingfest gemacht.

Nach den großen Erfolgen der Polizei in der U-Bahn, soll das Konzept auf jeden Fall weiter geführt werden. Auf diese Weise landen auch nicht so viele Akten auf dem Berg für ungelöste Fälle und die Fahrgäste haben wesentlich mehr Sicherheit.

Foto: © wushl – Fotolia.com

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Leser Meinungen zu "Mehr Sicherheit in Wiener U-Bahn"

  1. Walter Langendorf sagt:

    Bravo!!
    Weiter so – gutes Beispiel auch für andere Städte in ganz Europa.