Artikel vom: 3. September 2009
Für die österreichischen Winzer war der Sommer 2009 katastrophal. Rund 10.000 Hektar Weinanbaufläche sind von Unwettern und Hagel zerstört worden. Die Schäden belaufen sich nach ersten Schätzungen auf 13 Millionen Euro. Bei manchen Betrieben geht es jetzt um die Existenz, denn der Ausfall liegt bei nahezu 100%.
Besonders die Weinanbaugebiete rund im den Wiener Nussberg und in Wagram hat es schwer getroffen. Hier wurden zum Teil über 20% der Anbaufläche zerstört. Die hohen Temperaturen zusammen mit einer extrem hohen Luftfeuchtigkeit haben das ihre dazu getan.
Jetzt kommt es für die österreichischen Winzer nach der Wirtschaftskrise gleich doppelt schlimm, denn es wird, bedingt durch die schlechten Wetterbedingungen, deutlich weniger geerntet werden können als im Superweinjahr 2008. Die Weinbauern rechnen im Höchstfall mit 2,4 bis 2,6 Millionen Hektoliter, im Vergleich dazu waren es im Jahr 2008 drei Millionen Hektoliter.
Aber noch ist nicht alles verloren, denn wenn es bis zur Ernte Ende September noch schön bleibt, dann gibt es nicht nur eine gute Ernte, sondern auch einen sehr guten Jahrgang.
Im Gegensatz zur Gastronomie ist der Weinhandel unter dem Strich zufrieden. Zwar ist der Pro-Kopf Verbrauch gesunken, aber Einbrüche wie im Gastgewerbe gab es nicht. Die Winzer setzen jetzt besonders auf das Exportgeschäft. Zwei Drittel des Weins werden nach Deutschland exportiert, der Rest geht in die Schweiz und in die USA. Wenn es nach den Weinbauern geht, dann sollten in diesem Jahr statt 60 Millionen an die 70 Millionen Hektoliter ins Ausland gehen, dies würde den Preis pro Liter von 1,80 € auf 2,- € anheben.
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