Artikel vom: 25. August 2009
Einer der berühmtesten österreichischen Sportler ist tot. Skilegende Toni Sailer starb nach langer, schwerer Krankheit am Montag im Alter von 73 Jahren in seinem Haus in Kitzbühl.
Im zarten Alter von zwei Jahren stand der 1935 geborene Anton Engelbert Sailer zum ersten Mal auf Skiern und legte damit praktisch den Grundstein für eine einzigartige Karriere, an deren Ende sieben Weltmeistertitel und drei Olympiasiege standen.
Toni Sailers Stern ging auf, als er bei den Olympischen Spielen 1956 in Cortina dreimal als Erster über die Ziellinie fuhr und damit drei Goldmedaillen gewann. Zwei Jahre später stellte Toni Sailer sein Talent erneut unter Beweis, als er bei der Weltmeisterschaft in Bad Gastein erneut drei Titel holte.
1959 erklärte der Liebling der Österreicher überraschend mit nur 23 Jahren seinen Rücktritt aus dem Leistungssport. Toni Sailer wechselte in die Unterhaltungsbranche und wurde auch dort ein Star. In 22 Filmproduktionen spielte der „Schwarze Blitz von Kitz“ die Hauptrolle, er sang erfolgreich und stand auch immer mal wieder als Schauspieler auf der Bühne.
1964 versuchte Toni Sailer wieder etwas Neues und begann Skier in Kanada zu produzieren. Sailer, der schon während seiner sportlichen Karriere eine Denker und Tüftler war, machte auch das zu einem Erfolg.
Aber der österreichische Skisport ließ ihn nie ganz los. Von 1972 bis 1976 fungierte Toni Sailer als Technischer Direktor des Österreichischen Skiverbandes und war damit auch am Erfolg von Franz Klammer, einer anderen österreichischen Skilegende, beteiligt. Über 20 Jahre lang war er zudem der Rennleiter des weltberühmten Hahnenkammrennens auf der Kitzbühler „Streif“.
Dreimal wählten die Österreicher Toni Sailer, dessen Markenzeichen immer eine weiße Zipfelmütze war, zum Sportler des Jahres. 1999 wurde er als Jahrhundertsportler ausgezeichnet.
Noch im April wurde Toni Sailer eine ganz besondere Ehre zuteil: Der Ausnahmesportler bekam den „Schneekristall des Skisports“ des Österreichischen Skiverbandes überreicht.
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