Sparkurs von oben

Artikel vom: 17. August 2009


Österreich ist wie viele andere Länder in Europa auch, hoch verschuldet, genauer gesagt mit rund 280 Milliarden Euro. Die Regierung ruft die Bevölkerung zum sparen auf und sollte doch nach Ansicht des BZÖ (Bündnis Zukunft Österreich) Chefs Josef Bucher, selbst einmal an effektives Sparen denken. Bucher schwebt eine Staatreform vor, bei der alles halbiert wird.

steuerSo könnte nach Buchers Vorstellung die Anzahl der österreichischen Politiker halbiert werden. Zum Beispiel säßen dann im Nationalrat statt jetzt 183 Abgeordneter in Zukunft nur noch 100, der Bundesrat mit immerhin 62 Abgeordneten würde ganz wegfallen und durch eine Landeshauptleute Konferenz ersetzt werden. Auch die einzelnen Landesregierungen und die Landtage will Bucher halbieren.
Wenn in den Verwaltungen gespart werde, so die Argumente des BZÖ Chefs, dann wäre das ein gutes Vorbild für alle Österreicher. Josef Bucher geht aber noch einen Schritt weiter. Er möchte beispielsweise auch die Bezirksschulräte ersatzlos verschwinden lassen und statt 22 Sozialversicherungsträgern würde seiner Meinung nach auch ein einziger ausreichen. Diese Maßnahmen wären für die österreichischen Steuerzahler eine Ersparnis von satten fünf Milliarden Euro.
Aber auch was die Steuerpolitik angeht, hat sich Josef Bucher so seine Gedanken gemacht. Er würde zum Beispiel den Freibetrag bei 11.000,- Euro ansetzten und alle die darüber hinaus verdienen, müssen pauschal 44% Steuern zahlen. Das wäre nicht nur eine wirkliche Entlastung, sondern würde auch die Schwarzarbeit bekämpfen und damit die Einnahmen erhöhen.
Bleibt abzuwarten, was die Wähler und Steuerzahler in Österreich von den Vorschlägen des BZÖ Chefs Josef Bucher halten.

Foto: © Falko Matte – Fotolia.com

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