Artikel vom: 7. August 2009
Sehr sinnlich, sehr flämisch und vor allem sehr weiblich – so hat Peter Paul Rubens einst Frauen gemalt. Jetzt widmet das Kunsthistorische Museum in Wien dem flämischen Maler eine ganz besondere Ausstellung.
„Intermezzo“ also Zwischenspiel, so nennt Generaldirektorin Sabine Haag die kleine, aber feine Ausstellung mit Werken von Rubens und anderen bekannten, flämischen Malern des Barock. Der lebenslustige Rubens verstand es wie kein anderer, Frauen zwar hoch erotisch, aber niemals vulgär darzustellen. Das beweisen auch seine weniger bekannten Gemälde, die das Kunsthistorische Museum jetzt in seinen Sälen dem Publikum präsentiert.
Es handelt sich dabei um Bilder des flämischen Meisters, die sonst aus Platzgründen nicht gezeigt werden können. Wie etwa das zwischen 1636 und 1638 entstandene Bild „Pelzchen“, ein klassisches Frauenbild von Peter Paul Rubens. Aber auch die Bilder „Cimon“ und „Efigenie“ sind in der Ausstellung zu sehen.
Quasi als Kontrast zu den üppig-sinnlichen Frauengemälden von Rubens liegt der andere Schwerpunkt der Ausstellung auf Gemälden, die das bürgerliche und bäuerliche Leben des Barock zeigen. Unter anderem werden Gemälde von Jan Brueghel d. Ä. (Besuch auf dem Pachthof) und David Teniers d. J. (Wurstmachen) gezeigt.
Ein ganz besonders Highlight der „Intermezzo“ Ausstellung aber ist das Gemälde der um 1620 geborenen Malerin Michaelina Wouters. Sie hatte zu einer Zeit, als Frauen noch nicht nach einem lebenden Modell zeichnen durften, sich selbst mit entblößtem Busen im Gefolge des nackten Bacchus dargestellt und dabei die Anatomie der Herren der Schöpfung perfekt gemalt.
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