Artikel vom: 31. Mai 2009
Zur Rettung des schwer angeschlagenen Autoherstellers Opel steigt der kanadisch-österreichische Zulieferer Magna bei dem Traditionsunternehmen ein. Magna hat hierzu ein Konsortium mit dem russischen Autohersteller Gaz und der russischen Sberbank gebildet. Eine Absichtserklärung («Memorandum of Understanding») wurde zwischen dem Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) und Magna getroffen. Das dreiseitige Dokument ist rechtlich zwar nicht bindend, allerdings sind sich beide Seiten in allen wichtigen Fragen einig, so dass der Einstieg als ausgemacht gilt, wie aus Regierungskreisen zu erfahren war.

Opels Hoffnung der Insignia
Das Geld für den Überbrückungskredit kommt zur Hälfte vom Bund (750 Millionen Euro) und zur anderen Hälfte von Hessen (447 Millionen Euro), Nordrhein-Westfalen (150 Millionen Euro), Rheinland-Pfalz (102 Millionen Euro) und Thüringen (51 Millionen Euro). Das Geld soll allerdings nur für einen nachgewiesenen Bedarf, etwa das Begleichen von Rechnungen, bereitgestellt werden. Für die Kredite erhalten Bund und Länder Sicherheiten von GM.
An dem künftigen Unternehmen unter dem Namen Adam Opel wird Magna voraussichtlich 20 Prozent halten, die russische Sberbank 35 Prozent, GM 35 Prozent und die Mitarbeiter die restlichen 10 Prozent. Magna hat in Aussicht gestellt, alle vier deutschen Standorte Rüsselsheim, Bochum, Eisenach und Kaiserslautern erhalten zu wollen. Die Zahl der insgesamt rund 25 000 Mitarbeiter wird aber wohl reduziert werden. So wird mit einem «Anpassungsbedarf» von rund 2600 Stellen gerechnet. Verbindliche Arbeitsplatzabsprachen oder Standortgarantien mit der Regierung gibt es allerdings nicht. Dies hätte gegen EU-Recht verstoßen. ddp/rab/pon
… ich weiss jetzt schon, wie das endet: verlagerung der produktion nach russland. und dann schreien wieder alle auf. und die steuergelder wurden verschwendet zur “rettung” eines wichtigen deutschen unternehmens.