Artikel vom: 30. April 2009
Der Gründer und Verwaltungsratschef (Chairman) des kanadisch-österreichischen Zulieferers Magna sieht sich nicht als Retter des angeschlagenen Autoherstellers Opel. «Wenn es einem Kunden von uns schlecht geht, schauen wir immer, ob wir etwas tun können», sagte Frank Stronach der im österreichischen Graz erscheinenden
«Kleinen Zeitung» (Donnerstagausgabe). Eine Hilfe hänge aber davon ab, «ob das für Magna auch gesund ist». «Wir sehen uns nicht als Retter, wir wollen nur helfen», sagte Stronach.

Austro-Kanadier Frank Stronach / Foto: Emdee (Wikipedia) lizenziert unter der Creative-Commons-Lizenz
Stronach relativierte gleichzeitig Meldungen über einen geplanten Einstieg Magnas bei Opel: «Wir reden nicht von einem Einstieg, wir sagen, wir wollen helfen.» Dabei könne auch Russland eine Rolle spielen, «dadurch könnte sich Opel dort den Markt sichern», sagte Stronach. «Mit unserem Wissen und unseren Fähigkeiten könnten wir da Koordinatoren sein, das würde auch Österreich zugute kommen», fügte er hinzu.
Am Mittwoch hatte die «Rheinische Post» unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise geschrieben, dass Magna zusammen mit dem russischen Autohersteller GAZ und der Sberbank die Mehrheit an Opel übernehmen und dafür fünf Milliarden Euro investieren wolle. Neben Opel ist auch der italienische Autokonzern Fiat an der Tochter des US-Herstellers General Motors interessiert. Deutsche Politiker und Gewerkschafter hatten zuletzt eine Präferenz für Magna erkennen lassen, da sie bei einem Einstieg durch Fiat einen Arbeitsplatzabbau fürchten. ddp.djn/rab/mwo
Weiterführende Links:
Frank Stronach (Wikipedia)
Magna
Opel
Interview Kleine Zeitung mit Stronach
stronach agiert in diesen tagen vorallem im segment PR-zulieferei, also in eigener sache – hat er vor jahren [in steyr] ähnlich gemacht. er bringt sich ins gespräch, gibt den smart-guy und beteiligt sich dann doch nicht..
@lokalreporter
Die deutsche Regierung kann froh sein dass mit Magna noch ein ernsthaftes Angebot vorliegt, auch wenn Stronach es zurück ziehen sollte. Für FIAT wird der Verhandlungsdruck größer, was für die OPEL-Beschäftigten sicherlich kein Nachteil ist.