Artikel vom: 22. Mai 2007
Heftige Kritik von Erste Bank Chef Andreas Treichl zur Übernahme der Kärntner HYPO-Alpe-Adria Bank durch die BayernLB. Ein Vertreter der Bank sieht laut orf.at gerechteren Umgang in Albanien.
Zugleich stellte der Sprecher klar, dass es von Seiten der Erste Bank und der Sparkassen – die ebenfalls an der Kärntner Hypo interessiert waren – keine Aktionen in Brüssel oder anderswo gegen den am Dienstag im Blitztempo besiegelten Verkauf der Hypo an die BayernLB geben werde, berichtet die Onlineausgabe des ORF.
Geteilte Meinung zum Verkauf in Kärnten
Die Spitzen der BayernLB und der Hypo Group sowie Landeshauptmann Jörg Haider und der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Kärntner Landesholding, Landesrat Josef Martinz, haben heute, Dienstag, in der Hypo Alpe Adria Bank zum mehrheitlichen Einstieg der BayernLB bei der Hypo Alpe-Adria-Bank International AG Stellung genommen und den entsprechenden Vertrag unterzeichnet. Die BayernLB mit Sitz in München erwirbt 50 Prozent plus eine Aktie an der Hypo.
Haider erklärte außerdem, dass man mit dem Anteileverkauf gegenüber dem zuerst geplanten Börsegang der Hypo enorm gewonnen habe. So wäre es beim Börsegang um 2,6 bis 2,8 Mrd. Euro gegangen, nun stehe man bei 3,25 Mrd. Euro. Über sogenannte “Golden Shares” – also die verbindliche Mitsprache mit schon einer Aktie – habe das Land starke Rechte für sich verankert.
Gegen einen Verkauf sind Kärntens Sozialdemokraten und Grüne. “Mit dem heutigen Tag wird Kärnten voraussichtlich eine der letzten bedeutenden Einnahmequellen des Landes verlieren”, heißt es von den Grünen. Durch den Hypo-Verkauf würden den Kärntnern “die einzig noch übrig gebliebenen Vermögenswerte weggenommen”.
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