Österreichische Nationalratswahl 2006 aus der Ferne – Themenschwerpunkt

Artikel vom: 23. Mai 2006


Der Nationalratswahlkampf in Österreich ist für Wahlen läuft bereits auf vollen Touren. Wobei es bis heute noch keinen offiziellen Wahltermin gibt. Wie viele Österreicher im Ausland werde ich die politische Lage in der Heimat verfolgen. Zumal ich ja auch auf umständliche Art und Weise meine Stimme abgeben darf.

In meinem Blog möchte ich auch den rotweissroten Medienvertretern und vor allem der alpenrepublikanischen Politszene zeigen, dass man auch ohne physische Präsenz auf dem Laufenden bleiben kann. Es ist mir auch ein Anliegen Deutschen und anderen Interessierten die Spezialitäten der österreichischen Politlandschaft aus Perspektive eines einfachen Wählers aus 1000 Kilometer Entfernung näher zu bringen.

Grundsätzliches:
Zurzeit regiert ein Bündnis aus Christdemokraten (Österreichische Volkspartei, ÖVP) und FPÖ (Freiheitliche Partei Österreichs). Wobei diese Definition auch nicht genau zutrifft. Denn im Jahr 2005 kam es zu einer Parteienspaltung. Unter Federführung des Kärntner Landeshauptmannes Dr. Jörg Haider kam es zu einer Spaltung der FPÖ in zwei Parteien. Ein Teil der FPÖ ist aus dieser Partei ausgetreten und in das neu gegründete Bündnis Zukunft Österreich eingetreten. Die FPÖ ist aber auch nicht mehr im Regierungskabinett vertreten. Da alle ehemaligen FPÖ-Minister dem BZÖ beigetreten sind.

BZÖ und FPÖ haben aber im Parlament einen gemeinsamen Klub (Fraktion). Es handelt sich auch für österreichische Verhältnisse einzigartige Situation. Wobei diese nach der Nationalratswahl 2006 geklärt werden dürfte.

Die Opposition besteht aus Sozialdemokraten (Sozialdemokratische Partei Österreichs) und Grünen.

Als aussichtsreicher Kandidat wird auch die Bürgerliste vom EU-Abgeordneten Hans-Peter Martin angesehen. Dieser hat bei den letzten Wahlen zum Europaparlament mit der Liste Hans-Peter Martin 14,4 % der Stimmen erhalten und wurde somit drittstärkste Kraft. Hans-Peter Martin war vor dem Eigenantreten für die SPÖ im Europaparlament. Ob Martin bei der Nationalratswahl antritt ist noch nicht geklärt. Ein Antreten dürfte aber das Parteiengefüge verändern.

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