EM Stadt Innsbruck

Artikel vom: 7. Juni 2008


Innsbruck, die Landeshauptstadt des österreichischen Bundeslandes Tirol, ist mit 118891 Einwohnern (Mai 2008) die fünftgrößte Stadt Österreichs. Sie erstreckt sich über 104,9 Quadratkilometer und ist in neun Katastralgemeinden gegliedert und ist ein Austragungsort der Fußballeuropameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz.

Die Kultur, Sport-, Touristen- und Universitätsstadt befindet sich in landschaftlich reizvoller Lage beiderseits des Inns, begrenzt von der eindrucksvollen Nordkette des Karwendelgebirges und den malerischen Vorbergen der alpinen Zentralkette mit dem Patscherkofel. Im Westen Innsbrucks trennt die mächtige Martinswand das Inntal in das Ober- und Unterinntal. Klimatisch zeichnet die Stadt gemäßigtes Klima mit alpinem Carakter aus. Durch ihre Föhnlage können bei Auftreten des Fallwindes im Winter teilweise Temperaturen bis knapp 18 Grad Celsius erreicht werden.

Innsbruck - Die Tiroler LandeshauptstadtDie verkehrsgünstige Lage Innsbrucks an einem seit alters bedeutenden Verkehrsweg, der heutigen Alpen-Transit-Strecke Brenner (Auto-/Eisenbahn) nach Italien, bestimmt seine Geschichte und Gegenwart der Tiroler Hauptstadt Innsbruck.

Verkehrsgünstige Lage Innsbrucks
Das Gebiet um Innsbruck ist nachweislich seit 3000 Jahren durchgehend besiedelt. Es durchzogen bereits in früherer Zeit bedeutende Verkehrsbahnen wie die römische Reichsstraße Verona – Brenner – Augsburg. Bei Wilten, heute Innsbrucker Katastralgemeinde, legten die Römer im 4. Jahrhundert zum Schutz der Reichsstraße die Militärstation Veldidena (Wilten) an, die jedoch während der Völkerwanderung zerstört wurde. 1138 wurde an ihrem ehemaligen Standort das Stift Wilten eröffnet, das durch seine Innfähre die Flussüberquerung des gesamten Italienverkehrs gewährleistete. Die erste Innbrücke des Gebietes wurde hier um 1170 durch Graf Berchtold V. errichtet. Auf der von ihm am südlichen Innufer erworbenen Fläche, wurde das 1187 erstmals urkundlich erwähnte Insprucke (Synonym für Brücke über den Inn) erbaut. Das um 1200 erteilte Stadtrecht war Grundlage für wirtschaftlichen Aufschwung. Der gesamte über den Brenner verlaufende Handelsverkehr verlief durch Innsbruck und über die hier befindliche Innbrücke. Die damit verbundenen Zolleinnahmen bescherten der Stadt großen Reichtum.

Von 1420 bis 1665 war sie Residenzstadt der Tiroler Landesfürsten. Zeugnisse dieser Epoche sind die gut erhaltene gotische Altstadt, der ehemalige Prunkkerker Goldenes Dachl, die Hofburg, der Hofgarten und die Hofkirche mit dem Grabdenkmal Kaiser Maximilians I., dem bedeutendsten Kaisermonument des Alpenlandes. Ein Bummel durch die Stadt verspricht weitere interessante Eindrücke von Bauwerken (z.B. Schloss Ambras, Annasäule), Kirchengebäuden (z.B. Dom St. Jakob, ehemalige Ursulinenkirche) und Parks (z.B. Alpenzoo).

Sportstadt Innsbruck
In der jüngeren Vergangenheit ging Innsbruck als zweimaliger Austragungsort der Olympischen Winterspiele innerhalb von zwölf Jahren (1964, 1976) sowie der Winter-Paralympics (1984, 1988) in die Sportgeschichte ein. Neben den alljährlich stattfindenden sportlichen Highlights wie dem Bergisel-Springen der Vierschanzentournee, steht mit der Fußballeuropameisterschaft 2008 wieder ein sportlicher Höhepunkt in der Innsbrucker Sportchronik. Im Rahmen der EURO 2008 erwartet die umgebaute Arena des Tirolstadions zusammen mit Spielern und Fußballfans den Anpfiff zum 1. Spiel. Oberhalb Innsbrucks verspricht die Fanzone Bergisel Arena an allen EM-Tagen Spannung und gute Laune.

Kulturleben in Innsbruck
Auch bietet Innsbruck Kulturliebhabern zahlreiche Angebote. Theaterfreunde erwarten z.B. im Tiroler Landestheater, im Stadt-Theater, im Kellertheater unvergessliche Veranstaltungen. Die Museenlandschaft lässt mit dem Schloss Ambras, dem Tiroler Tiroler Symphonieorchester, die Innsbrucker Festwochen für Alte Musik und die Ambraser Schlosskonzerte sorgen unter vielen anderen Angeboten für musikalischen Genuss. Hunger und Durst kann man in den zahlreichen gastronomischen Einrichtungen der Stadt stillen, die vom urigen Gasthof über das gemütliche Cafehaus bis zu modernen Hotels und Bars reichen. Das große Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten bietet vom Hotel bis zum Campingplatz für jeden Reisenden Ruhemöglichkeiten.
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