Artikel vom: 23. April 2008
Der Olympische Gedanke geht bereits seit einigen Tagen um die Welt, allerdings ist es heuer das erste Mal in der Geschichte der Olympischen Spiele, dass Demonstranten den Weg des Olympischen Feuers säumen. Und das nicht genug, die Ausschreitungen in Paris und London haben gezeigt, dass der Olympische Friede für die Spiele in Peking alles andere als gesichert ist. Neben den angekündigten Protesten musste der Lauf in Paris mehrere Male unterbrochen werden. Dabei wurde auch das Olympische Feuer gelöscht. Hintergrund der Demonstrationen ist die prekäre Lage in Tibet.

Proteste beim Olympischen Fackellauf - Kampagne Reporter ohne Grenzen
In San Francisco haben im Vorfeld des Fackellaufs Tibetische Aktivisten auf der Golden Gate Bridge, dem Wahrzeichen von San Franzisko, Fahnen gehisst, mit der Aufschrift “Freies Tibet 08″. Die Behörden von San Franzisko haben auf Grund dieser und der vorangegangenen Aktionen, die Route für den Lauf des Olympischen Feuers kurzfristig geändert. Darüber hinaus wurde die Schlussfeier kurzer Hand abgesagt.
Auch wenn die Tibet Aktivisten täglich in den Medien präsent sind, die Sponsoren der Olympischen Spiele halten nach wie vor an den Austragungen fest. Ein Sprecher von Adidas meinte man sollte von Sponsoren nicht erwarten, “dass sie politische Probleme lösen können”. Darüber hinaus wäre ein Boykott für das Unternehmen eine herbe Niederlage. Immerhin werden unzählige Sportler als auch 100.000 Helfer von Adidas ausgestattet. Auch der Volkswagen-Konzerns, der 6.000 für die Veranstaltung sponsert, steht auf dem Standpunkt, dass die Wirtschaft hier wenig beitragen kann. Ein Sprecher meinte wörtlich “Es ist Sache der Politik und der Diplomatie, Lösungen zu finden.”. Selbst die sonst so konservativen Amerikaner stehen auf dem selben Standpunkt. Sowohl McDonald’s als auch General Electric werden ihre Sponsorenverträge aus heutiger Sicht nicht auflösen.
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