Artikel vom: 29. Februar 2008
Es ist soweit, der österreichische Regieseur Stefan Ruzowitzky hat das unmögliche möglich gemacht. Mit der vorläufig zweiten Nominierung zu einen Auslands-Oscar hat sich Ruzowitzky diesmal nicht zufrieden gegeben. Es musste schon der Sieg sein und so kann sich Österreich freuen, dass es seit diesem Wochenende zu jenen Ländern zählt, die bei der jährlichen Oscarverleihung einen Auslands-Oscar verliehen bekommen haben.
Der Gewinnerfilm heißt “Die Fälscher”. Der Film spielt in den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges. Da die Lage immer aussichtsloser scheint, beschließt das Deutsche Reich heimlich Britische Pfund zu drucken mit dem Ziel die englische Wirtschaft zu Schwächen. Mit Hilfe von Kriegsgefangenen, die sich in Sachen Geld drucken auskennen, werden zwei Fälschungslager errichtet. Nun stehen die Gefangenen vor einer großen Entscheiden. Entweder sie unterstützen das Deutsche Reich, oder Sie werden getötet. Die Reichsführung erleichtert die Entscheidung etwas, mit den Angebot von verbesserten Haftbedingungen in den Fälscherlagern. Es gibt immer genug zu Essen und bessere Hygienestandards. Eine Frage bleibt allerdings offen. Kann das Deutsche Reich auch das Gewissen der Fälscher überzeugen?
In den Hauptrollen spielen Karl Markovics, August Diehl, Devid Striesow, Sebastian Urzendowsky und Marie Bäumer. Der Film „Die Fälscher“ hat nicht nur in Los Angeles für große Furore gesorgt, auch die Nominierung bei der Berlinale hat schon für große Aufregung gesorgt und das nicht nur, weil der Film als deutsch-österreichisches Gemeinschaftsprojekt in das Rennen gegangen ist.
Somit ist Ruzowitzkys Werk, nach der Nennung Wolfgang Glück im Jahre 1987 („38 – auch das war Wien”) für den Auslands-Oscar, der Erfolgreichste Titel der Österreichischen Filmgeschichte. Auch der Preisträger selbst gibt zu, dass er eigentlich zum Gewinnen nach Hollywood gekommen war.
Die Regiegeschichte von Ruzowitzky ist sehr vielseitig. Er hat schon Musikvideos für N’Sync, die Scorpions oder Die Prinzen gedreht. Auch bei Spielfilmen gelangen ihm sowohl nationale Erfolge (”Die Siebtelbauern” oder “Anatomie”) als auch Niederlagen (”Die Männer ihrer Majestät”). Bei vielen seinen Filmen schrieb er selbst auch das Drehbuch. Die Regiekarriere begann für Ruzowitzky allerdings schon in der Volksschule mit dem Kinderklassiker “Max und Moritz”. Derzeit arbeitet Ruzowitzky wieder an einem Kinderfilm die “Hexe Lilli”. Man darf gespannt sein welche Erfolge noch kommen werden.
Der Trailer zum Film:
Weiterführende Links:
Oscar Verleihung
Die Fälscher (Offizielle Seite)
Österreich Nachrichten
Auslandsösterreichischer Filmemacher Staatsfeind Tansanias